Ausgabe 16: Nachhaltige Compliance

Dieses Heft ist Compliance-philosophisch geworden. Denn es geht um ein „Überdenken“ unserer Compliance-Grundfesten, unserer mentalen Modelle, des Beitrages unseres Berufes zur Unternehmenswertschöpfung. Dieser rote Faden zieht sich durch die Interviews, die Beiträge der Compliance- Praktiker, und es ist eben auch das Thema der Titelstory.
 
In der Titelstory geht es um den Sinn und Unsinn in der Ausübung unseres Compliance-Berufes. Dieses Innehalten und Nachdenken muss auch mal sein. Viele Compliance Officer, mit denen ich spreche, erzählen mir, dass sie merken, wie in ihre Unternehmen neue Themen, neue Gedanken und junge Mitarbeiter mit ganz anderen Gewohnheiten und Ansprüchen kommen. Die Compliance Officer selbst und mit ihnen auch ihre CMS müssen darauf reagieren. Was allerdings auch viele merken, ist, dass sie mit dem klassischen CMS und der Art und Weise, wie man bisher den Compliance-Beruf ausgeübt hat, nicht immer den aktuellen Anforderungen der Wirtschaftswelt gerecht werden. Und da ist das Thema Digitalisierung nur einer von vielen Punkten.
 
Das war auch der Grund, warum wir zum Thema der Titelstory „Nachhaltigkeit im Compliance-Beruf“ gewählt haben. Denn das Konzept des nachhaltigen Handelns hat sich bewährt, weil es zukunftsgerichtet ist. Oder wie Prof. Dr. Andreas Suchanek es ausgedrückt hat – es vermeidet Endspiele. Man denkt bewusster, zielführender und achtsamer. Vielleicht hilft es uns in unserem Berufsalltag, Dinge zu überdenken und zu einer neuen Strategie zu finden?
 
Das hoffe ich jedenfalls und wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
 
IHRE
IRINA JÄKEL
EDITOR IN CHIEF