Ausgabe 21: Evaluieren!

In diesem Heft können Sie einleitend zur Titelgeschichte ein Zitat von Albert Einstein lesen: „If you always do what you’ve always done, you will always get what you always got.“ Warum steht das nun vor einem Text, in dem es um die Evaluierung von Schulungen geht? Es ist als eine Ermunterung dazu gedacht, sich in der Evaluierung weiterzuentwickeln. Man kann natürlich die Leute, die man geschult hat, fragen, ob sie die Schulinhalte verstanden haben und wie sie die Schulung überhaupt fanden – aber das ist keine Evaluierung. Das nennt sich Feedback einholen. Und was man in diesem Fall bekommt, ist eine affektive Reaktion. Aber keine Evaluierung. Und weil man keine bessere Lösungsmöglichkeit kennt, macht man das genauso weiter. Jahr für Jahr. Und bekommt Jahr für Jahr dasselbe nichtssagende „Feedback“. Das ist der Grund, warum vor der Titelstory das Einstein-Zitat steht.

Genau diese Situation war der Ausgangspunkt, zu diesem Thema einen Anfang zu machen. Sie finden in der Titelstory keine Antworten nach der Art „Machen Sie erstens das, danach machen Sie zweitens dies und dann nehmen Sie drittens jenes ...“. Weil eine Evaluierung ein kreativer und individueller Prozess ist. Die Ziele der Schulung können unterschiedlich sein, die Inhalte, die Art der Schulung und vieles mehr. Was Sie aber in der Titelstory finden, ist eine Einführung in die wirklich spannende Welt der Wissenschaft der Trainingsevaluation.

Ja, es gibt tatsächlich einen ganzen wissenschaftlichen Zweig dazu innerhalb der Arbeits- und Organisationspsychologie. Was Sie also in der Titelstory vorfinden, sind verschiedene Modelle und Methoden, die die Wissenschaftler herausgearbeitet und getestet haben. Sie finden auch zwölf Best Practices. Und direkt als Anhang zur Titelstory haben wir alles nochmals für Sie in Übersichten zusammengefasst – damit Sie bequem nachschlagen können.

Ich hoffe also, dass Sie diese Methoden im Geiste des Einstein-Zitats ausprobieren und Ihre Erfahrung und Ihre Best Practices mit Ihren Kollegen teilen. Nur so kann sich der Berufsstand der Compliance Manager weiterentwickeln – damit wir nicht wieder das bekommen, was wir halt immer schon bekommen haben. Dazu wünsche ich Ihnen eine spannende und kreative Zeit!

Ihre
Irina Jäkel
Editor in Chief

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