Ausgabe 8: Messen und gemessen werden

Sie kennen bestimmt diesen fragwürdigen Spruch von Helmut Schmidt, „Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen.“? Er hatte sicherlich seinen subjektiven Grund, auf die Frage eines Journalisten, wo seine Visionen  geblieben seien, so zu antworten. Oder hätte er sich entschuldigen müssen, dass er nun einmal keine hat? Den meisten von uns fällt es ja auch schwer, zuzugeben, dass wir unseren Alltag dumpf und so ganz ohne  Visionen verleben… ;)

In unserer Zeit sind aber „Zukunftsvisionäre“, ganz besonders in den Unternehmen, sehr willkommen. Eine Vision ist per Definition eine „richtungsweisende, erneuernde Zukunftsvorstellung“. Kurzum: Zeitgenossen, die visionsfähig sind, haben einfach einen klaren Blick auf die Gegenwart und können die Zeichen der Zeit und ihre Auswirkungen in der Zukunft sehr gut erkennen. Das macht diese Individuen mit Durchblick einfach  überlebensfähig. Und sehen Sie, so einem Visionär bin ich völlig unerwartet auf einem Kongress begegnet. Er hat mir plausibel klar gemacht, dass wir unser Bewusstsein und unser Verhalten im Hinblick auf unsere tägliche Berufspraxis ändern müssen, wollen wir in naher Zukunft nicht zu einer nutzlosen „Commodity“ (das ist sein Ausdruck) werden. Man könnte es auch anders ausdrücken: Es wird den Kampf der Besten, der Spitzenkräfte,  geben. Darauf müssen wir uns alle wie auf eine schwere Prüfung vorbereiten. Mit diesem Thema „Zukunftsvisionen“ beschäftigen wir uns in diesem Heft. Das ist der Kontext der Titelstory und der Kontext der geführten  Interviews, auch in meiner Bösenachtgeschichte beschreibe ich genauer, worauf es in der Zukunft ankommt.

Ich bin gespannt, wie Sie diese Ausgabe finden, freue mich sehr auf Ihre Mails und wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihre Irina Jäkel
Editor in Chief