Presseschau vom 09. Oktober 2013

Katharina Wieland Müller / pixelio.de
Finma prüft Manipulationen von Fremdwährungskursen

Auf die Bankenwelt kommt möglicherweise nach den Libor-Manipulationen der nächste Skandal zu, heißt es auf MANAGER MAGAZIN ONLINE. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) untersucht den Verdacht, ob heimische und internationale Banken die Devisen-Wechselkurse beeinflusst haben.

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Unternehmen
Th. Reinhardt / pixelio.de
Miese Arbeitsbedingungen bei O-Saft-Produktion

Mangelnder Gesundheitsschutz, niedrige Löhne und Ausbeutung auf brasilianischen Orangensaftplantagen: Diese Vorwürfe erhebt die Verdi-Studie "Im Visier: Orangensaft – bei Edeka, Rewe, Lidl, Aldi & Co. Blind für Arbeitsrechte?". WELT ONLINE berichtet. 

Unternehmen
Ulla Trampert / pixelio.de
Korruptionsvorwürfe gegen Hochtief-Tochter Leighton

Die australische Hochtief-Tochter Leighton gerät wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck. Laut australischen Zeitungsberichten habe es eine „Kultur der Belohnung für Korruption“ gegeben, so FAZ ONLINE. Die Aktie befinde sich schon auf Talfahrt. 

Unternehmen
© Le5zek by commons.wikimedia.org
Ausbeutungs-Vorwürfe gegen Edeka

Leiharbeit, Dumpinglöhne, verhinderte Betriebsräte: Beschwerden über privat geführte Edeka-Märkte nehmen drastisch zu, Mitarbeiter berichten von einer unmenschlichen Atmosphäre. Deutschlands größter Einzelhändler spricht von Einzelfällen und einer Kampagne. Das schreibt SPIEGEL ONLINE.  

International
Katharina Wieland Müller / pixelio.de
Tausend illegitime Konten bei Vatikanbank entdeckt

Laut SPIEGEL ONLINE horteten Privatkunden mehr als 300 Millionen Euro bei der skandalumwitterterten Vatikanbank, obwohl sie dort gar kein Konto unterhalten durften. Interne Prüfungen fördern nun Details über die Geschäftsmethoden des Instituts zutage.

Politik
Erich Westendarp / pixelio.de
„Schwere Panne bei wettbewerbsrechtlichen Ermittlungen“

Aufseher der Europäischen Union haben versehentlich vertrauliche Informationen an 13 der weltgrößten Banken geschickt. Der Vorfall ereignete sich im Rahmen wettbewerbsrechtlicher Untersuchungen zur Kreditderivate-Branche. Die Behörde sei sich aber keiner Schuld bewusst, schreibt WELT ONLINE.

Gesetze & Urteile
I. Rasche / pixelio.de
Raiffeisen-Manager freigesprochen

Das Landesgericht Wien hat den hochrangigen Raiffeisen-Manager Manfred Url im Prozess um Insiderhandel bei der Entstehung der Raiffeisen Bank International freigesprochen. Laut HANDELSBLATT ONLINE hatte die Staatsanwaltschaft dem Ex-RZB-Vorstand vorgeworfen, mit dem frühzeitigen Verkauf von Aktien einen Vorteil von rund 3.000 Euro erzielt zu haben.

Gesetze & Urteile
manwalk / pixelio.de
Ryanair soll zehn Millionen Euro Schadenersatz zahlen

Aufgrund von Verstößen gegen das Arbeitsrecht ist Ryanair im südfranzösischen Aix-en-Provence zu einer Schadensersatzzahlung von zehn Millionen Euro verurteilt worden. Das irische Unternehmen hatte bei der Nutzung des Regionalflughafens von Marseille für die dort beschäftigten 127 Mitarbeiter in Frankreich nie Sozialabgaben gezahlt, so ZEIT ONLINE. 

Hintergrund
Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
„Die Lieferanten erziehen“

1.100 westliche Firmen haben sich zur Business Social Compliance Initiative (BSCI) zusammengeschlossen, um bei Zulieferern einheitliche Standards durchzusetzen. Wie die NZZ ONLINE berichtet, hat das Logistikinstitut der Universität St. Gallen das Resultat nun untersucht. Viele zahlen an internationalen Konventionen oder nationalen Gesetzen gemessen zu niedrige Gehälter und lassen zu lange arbeiten.

Hintergrund
Thorben Wengert / pixelio.de
Verhaltenskodex für Versicherungsbranche gewinnt an Zuspruch

2010 hatten die Mitgliedsunternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erstmals einen Verhaltenskodex beschlossen. Ende September haben 147 GDV-Mitglieder den Kodex anerkannt. Nach Informationen des GDV entspreche das gemessen an den Beitragseinnahmen etwa zwei Dritteln des Marktes, heißt es auf VERSICHERUNGS JOURNAL ONLINE. 

Hintergrund
Karin Schmidt / pixelio.de
Fifa-Korruptionsbekämpfer Pieth zieht sich zurück

Mark Pieth sollte die Korruption im Fußball-Weltverband bekämpfen und für mehr Transparenz sorgen, so SPIEGEL ONLINE. Nach Ansicht des Schweizer Kriminologen seien nun die Grundlagen geschaffen, damit die Fifa den Reformkurs auch ohne ihn verfolgen kann. Zum Jahresende will Pieth sein Amt aufgeben.