Presseschau vom 30. Oktober 2013

© dierk schaefer by fickr.com
EnBW unter Bestechungs-Verdacht

Steuerfahnder belasten Deutschlands drittgrößten Energiekonzern EnBW: Der soll nach Informationen der SÜDDEUTSCHEN ONLINE versucht haben, sich durch dubiose Zahlungen Zugang zum russischen Markt zu erkaufen. Der Atomkonzern soll dafür über Jahre hinweg schwarze Kassen in der Schweiz gebildet haben.

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Unternehmen
Michael Kemmer © Bundesverband deutscher Banken by commons.wikimedia.org
Rücktrittsforderung an Bankenlobbyist Kemmer

Michael Kemmer wird der Untreue und Bestechlichkeit während seiner Zeit bei der Bayern LB angeklagt. Jetzt fordert der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick, er solle als Geschäftsführer des Bankenverbandes zurücktreten.

Unternehmen
La-Liana / pixelio.de
Deutscher Börse droht Millionenstrafe wegen Iran-Geschäften

Der Deutschen Börse droht wegen Geschäften mit iranischen Kunden eine Strafe von über 100 Millionen Euro, so HANDELSBLATT ONLINE. Die US-Exportkontrollbehörde OFAC habe ihre Ermittlungen gegen die Börsen-Tochter Clearstream abgeschlossen, teilte die Deutsche Börse am Montag mit.

Unternehmen
Torsten Bogdenand / pixelio.de
Rote Karten für Mitarbeiter der Deutschen Bank

Um den angestrebten Kulturwandel durchzusetzen, zieht die Deutsche Bank die Zügel an und weitet das umstrittene System der sogenannten „Red Flags“, der „roten Karten“ deutlich aus. Wie die WIRTSCHAFTSWOCHE ONLINE aus Betriebsratskreisen erfuhr, hat die Bank die entsprechende Richtlinie ohne Zustimmung des Betriebsrats durchgesetzt, indem sie diesen für nicht zuständig erklärte.

Unternehmen
Anshu Jain © World Economic Forum by commons.wikimedia.org
„Rabobank-Chef geht – Deutsche-Bank-Chef Jain bleibt“

Wer trägt die Verantwortung für die Tricksereien mit dem Libor-Zinssatz, fragt HANDELSBLATT ONLINE. Rabobank-Chef Moerland zieht persönliche Konsequenzen, Deutsche-Bank-Chef Jain spricht lieber vom Kulturwandel. Ein Problem, zwei Lösungen, heißt es weiter.  

Gesetze & Urteile
Tony Hegewald / pixelio.de
Klage wegen Betriebsrats-Vergütung bei Daimler abgewiesen

Unabhängige Betriebsräte werfen Daimler vor, IG-Metall-Mitglieder in ihrem Gremium besser zu bezahlen. Das Stuttgarter Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen. Die Anträge seien teilweise unzulässig oder auch unbegründet gewesen. Die Vorwürfe aber stehen weiter im Raum, schreibt HANDELSBLATT ONLINE.

Hintergrund
Arno Bachert / pixelio.de
„Kartellbehörde vor der Tür – inwieweit muss ein Unternehmen kooperieren?“

Ute Zinsmeister und Maria Held, Rechtsanwältinnen des Münchner Büros der Sozietät Ashurst, erklären auf PLATOW ONLINE, was zu tun ist, wenn Beamte des Bundeskartellamtes oder der EU-Kommission vor der Tür stehen. In einer solchen Stresssituation sei es wichtig, dass Mitarbeiter und Geschäftsführung angemessen kooperativ reagieren und Fehlverhalten vermeiden, denn solches kann sehr teuer werden.

Hintergrund
Andri Peter / pixelio.de
Österreich: Corporate-Governance-Kodex als Farce?

Der Corporate-Governance-Kodex der österreichischen Unternehmen fußt laut einer Studie der dortigen Arbeiterkammer auf keiner rechtlichen Basis und sei wirkungslos. Das berichtet FORMAT AT.

Hintergrund
GG-Berlin / pixelio.de
War WM-Vergabe an Katar nichtig?

Domenico Scala, der Vorsitzende der Audit- und Compliance-Kommission der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), hält laut HEISE ONLINE eine Nichtigkeit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 an das Emirat Katar für möglich. Damit widerspricht er FIFA-Präsident Sepp Blatter, der weiterhin betont, sein Verband werde die WM in dem Golfstaat trotz immer lauterer Kritik durchziehen. 

Hintergrund
Dieter Schütz / pixelio.de
„Klare Regeln, keine Ausnahmen“

Hunderte Experten sorgen dafür, dass Unternehmen Gesetzesverstöße verhindern, konstatiert HANDELSZEITUNG ONLINE und stellt die wichtigsten Punkte zum Thema Compliance zusammen.